Feuerwehr Grafenrheinfeld
Dienstag, 02 Mai 2017 22:28

Statistiken für das Jahr 2016 in Unterfranken

Feuerwehr-Statistik 2016 für Unterfranken – rund 30.000 Einsätze bewältigt

Rund 30.000 Einsätze (genau: 30.134) waren im Jahr 2016 von den 969 Freiwilligen Feuerwehren, den 34 Betriebs- und Werkfeuerwehren sowie der Berufsfeuerwehr Würzburg
in Unterfranken zu leisten.

Insgesamt mussten 3.855 Brandeinsätze bewältigt werden. Im Rahmen der Brandbekämpfung wurden 71 Personen von den Feuerwehren gerettet. 8 Personen sind bei den Brandereignissen ums Leben gekommen und konnten von den Einsatzkräften nur noch tot geborgen werden. Bei
Einsätzen in der Brandbekämpfung verletzten sich in ganz Unterfranken 27 Feuerwehrdienstleistende.

Bei den Einsätzen im Bereich der Technischen Hilfeleistung wurden 9 Feuerwehrangehörige verletzt. Im Rahmen der Technischen Hilfeleistung (THL) wurden die Feuerwehren im Jahr 2016 insgesamt 17.638-mal zur Hilfe gerufen. 990 verunfallte Personen konnten die Wehren dabei retten. Die Anzahl der tödlich verunglückten Personen bei diesen Einsätzen betrug 190.

Zum Einsatzspektrum in der Technischen Hilfeleistung zählt die Alarmierung zu 2.571 Verkehrsunfällen, 2.239 Ölspuren
oder 1001 Wohnungsöffnungen bei akuter Gefahr. Auch das Wetter nahm im vergangenen Jahr wieder starken Einfluss auf die Feuerwehren. So mussten die Einsatzkräfte 1084 Unwetter- und 449 Sturmschäden beseitigen. Über das Jahr verteilt fielen insgesamt 537 Hochwassereinsätze an
und die Feuerwehren mussten allgemein bei 394 Wasserschäden Hilfe leisten.

Die Feuerwehren wurden im Berichtsjahr zu 4.943 First-Responder-Einsätzen alarmiert. Hierbei konnten durch Hilfe vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes 2.733 Personen gerettet werden, für 109 kam trotz des schnellen Eingreifens jede Hilfe zu spät.

Sicherheitswachen, zum Beispiel bei öffentlichen Veranstaltungen, mussten 2.326-mal geleistet werden.

Die Anzahl der Fehlalarmierungen belief sich im Jahr 2016 auf 2.683. Fehlalarme belasten die
Feuerwehren in der Praxis erheblich.

Bei den Freiwilligen Feuerwehren in Unterfranken waren insgesamt 36.445 aktive Mitglieder ehrenamtlich in den Feuerwehren engagiert. Sie leisteten im Jahr 2016 rund 317.000 ehrenamtliche Einsatzstunden (genau: 316.763 Stunden). Der Frauenanteil lag bei rund 9,7 % mit 3.530 weiblichen Mitgliedern. Die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger ist wichtig, jedoch nicht selbstverständlich. Insgesamt waren in Unterfranken im Jahr 2016 8938 Atemschutzgeräteträger gemeldet,
wovon 8.248 auf die Freiwilligen Feuerwehren entfallen.

Die Jugendarbeit spielt auch bei den unterfränkischen Feuerwehren eine wichtige Rolle. Sie ist ein bedeutender Teil der Nachwuchsgewinnung für die Wehren. In 762 Jugendgruppen waren 6.678 Jugendliche aktiv. Erfreulich ist, dass der Anteil der weiblichen Jugendfeuerwehrmitglieder mit
1.673 Anwärterinnen immerhin bei 25 % liegt.

„Alle diese Zahlen verdeutlichen, dass unsere Feuerwehrangehörigen mit großem Mut und oft unter Einsatz ihres Lebens ihren selbstlosen Dienst an unserer Gemeinschaft leisten. Dafür gebührt ihnen unser aller Dank“, kommentierte Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer die aktuelle Feu-erwehrstatistik. Der Regierungspräsident hofft zuversichtlich, dass sich auch künftig zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger in den Freiwilligen Feuerwehren engagieren.

Sein Appell richtet sich insbesondere auch an die junge Generation, die aufgefordert ist, durch den Einsatz in den örtli-chen Feuerwehren einen wichtigen ehrenamtlichen Einsatz zu leisten. Darüber hinaus können unsere freiwilligen Feuerwehren auch zu einer gelingenden Integration der vielen dauerhaft bleibeberechtigten Zuwanderer als neue Mitbürgerinnen und Mitbürger beitragen.

Quelle. Bezirksfeuerwehrverband Unterfranken